CHIPFILL® Ratgeber
Antworten auf die 14 wichtigsten Fragen zur dauerhaften Reparatur von Asphaltschäden – von der Materialkunde über die richtige Menge bis zur Schritt-für-Schritt-Verarbeitung.
Direkt zu den VideosAlle Fragen auf einen Blick
- 01Warum reparieren?
- 02Bester Zeitpunkt
- 03Einsatzbereiche
- 04Woraus besteht CHIPFILL®?
- 05Was ist AGGREFILL®?
- 06Vergleich mit Kaltasphalt
- 07Wie viel wird benötigt?
- 08Schichtaufbau bei tiefen Löchern
- 09Haltbarkeit
- 10Welche Kenntnisse nötig?
- 11Welches Werkzeug?
- 12Verarbeitung Schritt für Schritt
- 13Wie schnell härtet es aus?
- 14Beratung & Service
- ▶Videos zum Einsatz
Vorbereitung
CHIPFILL®
AGGREFILL®
Warum müssen Asphaltschäden repariert werden?
Schäden in Asphaltflächen – auf Straßen, Hofeinfahrten oder Betriebsgeländen – sind mehr als ein optisches Problem. Sie sind ein Sicherheitsrisiko, das mit jedem Frost-Tau-Zyklus größer wird.
Kleine Risse werden zu Schlaglöchern, Schlaglöcher füllen sich mit Wasser, Pfützen gefrieren im Winter. Für Autofahrer bedeuten große Schlaglöcher Reifenschäden und Unfallgefahr. Auf Werksgeländen und Betriebshöfen steigt die Unfallgefahr für Mitarbeiter und Lieferanten: Gabelstapler können in Schlaglöchern umkippen, Ware wird beschädigt. Unternehmen und Kommunen tragen zudem die Verkehrssicherungspflicht – bekannte und nicht behobene Schäden können zu Haftungsansprüchen führen.
Der eigentliche Feind ist der Frost-Tau-Zyklus: Asphalt ist eine Mischung aus Gestein und dem Bindemittel Bitumen. Dringt Wasser zwischen Steine und Bitumen ein, sprengt der Frost diese Verbindung auf. Hat sich einmal eine Angriffsstelle gebildet, lässt sich die Ausbreitung kaum noch stoppen. Die einzige wirksame Gegenstrategie ist eine wasserdichte Reparatur – und genau das leistet CHIPFILL®.
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Asphaltreparatur?
Mit CHIPFILL® kann grundsätzlich das ganze Jahr über repariert werden – das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Kaltasphalt. Dennoch gibt es materialspezifische und physikalische Aspekte, die die Wahl des Zeitpunkts beeinflussen.
Kaltasphalt: temperaturabhängig. Kaltasphalte benötigen eine Mindesttemperatur von ca. 5 °C in Boden und Luft. Die chemischen Inhaltsstoffe müssen verdunsten, damit das Material aushärten kann – bei Kälte funktioniert das nicht zuverlässig.
CHIPFILL®: ganzjährig möglich, Frühjahr bevorzugt. Wir empfehlen die Reparatur bevorzugt im Frühjahr ab ca. 5 °C – aus folgenden Gründen:
- — Maximale Schadensausdehnung im Frühjahr: Kaltasphalt und CHIPFILL® sind nach dem Aushärten nicht flexibel und haben keinen Dehnungsfugeneffekt. Je kälter der Boden, desto stärker ist er zusammengezogen – Risse und Schäden haben dann ihre größte Ausdehnung. Eine Reparatur in diesem Zustand schließt den Schaden vollständiger.
- — Kühlerer Boden erleichtert das Verschweißen: Im Hochsommer kann die Asphaltoberfläche durch direkte Sonneneinstrahlung bereits über 50 °C heiß sein. In Kombination mit der Schweißhitze speichert der Asphalt die Wärme tief im Kern – bei tiefen Schlaglöchern verlängert sich die Abkühlzeit dadurch erheblich.
- — Hinweis bei Rissreparaturen im Hochsommer: Wenn der Boden sich im Herbst und Winter zusammenzieht, kann CHIPFILL® an einer reparierten Rissstelle reißen. Das Material bröckelt dabei nicht aus – die Stelle kann jederzeit neu verschweißt werden. Gegenüber Kaltasphalt oder Flüssigbitumen entfällt das aufwändige Entfernen des alten Materials vollständig.
Für welche Reparaturen kann man CHIPFILL® benutzen?
CHIPFILL® eignet sich für nahezu jede Form von Asphaltschaden – im Außen- wie im Innenbereich. Im Außenbereich handelt es sich meist um Walzasphalt, im Innenbereich um Gussasphalt; für beide ist CHIPFILL® geeignet.
Folgende Schäden lassen sich mit CHIPFILL® reparieren:
- Schlaglöcher bis ca. 60 mm Tiefe und bis ca. 1 m² Fläche
- Tiefere Schäden ab ca. 20–30 mm in Kombination mit AGGREFILL® als Tiefenfüller
- Risse und Fugen
- Flächige Beschädigungen bis ca. 4,5 cm Tiefe (in drei Schichten zu je 1,5 cm aufgebaut)
- Dellen und Mulden, in denen sich Wasser sammelt (flache Pfützen)
- Eindrücke im Asphalt vor Warentoren, verursacht durch LKW oder Brücken
- Spurrillen
- Vorbeugendes Verschweißen erster Risse und Ausbrüche, um sie frostfest zu versiegeln, bevor sich der Schaden ausweitet
Woraus besteht CHIPFILL®?
CHIPFILL® ist eine Thermoplastik – ein Kunststoffgemisch, das unter Hitze verarbeitet wird. Das Material wird in die vorbereitete Schadstelle eingestreut, geglättet, angedrückt und anschließend mit dem Gasbrenner eingeschweißt.
CHIPFILL® besteht zum größten Teil aus demselben Grundmaterial wie die thermoplastische Straßenmarkierung PREMARK®, die nach BASt (Bundesanstalt für Straßenwesen) zertifiziert ist. PREMARK® ist für die höchste zertifizierbare Verkehrsklasse P7 zugelassen. CHIPFILL® selbst ist nicht nach BASt zertifiziert; die Zulassung von PREMARK® dient daher als Vergleichsreferenz für die Belastbarkeit.
So entsteht die wasserdichte Verbindung
Unter Hitze schmilzt die Thermoplastik. Gleichzeitig schwitzt das Bitumen im umliegenden Asphalt aus. Beide zähflüssigen Stoffe vermischen sich und bilden beim Erkalten eine feste, wasserdichte Bindung – genau das macht die Reparatur frostfest.
Lieferform: lose Späne
Das Material wird in Spänen geliefert – ca. 10 mm lang, 5 mm breit und 1–2 mm dick. Ein Trennmittel verhindert das Aneinanderkleben der Späne. Falls sich durch Lagerung oder Transport Klumpen gebildet haben, lassen sie sich von Hand leicht zerbröseln.
Videos zum Einsatz von CHIPFILL®
In den folgenden Videos sehen Sie die Verarbeitung Schritt für Schritt. Die Videos werden erst nach einem Klick von YouTube geladen – vorher werden keine Daten an Google übertragen.
Reparatur mit CHIPFILL® – der Gesamtablauf
Reparatur einer Pfützendelle mit CHIPFILL®
Was ist und woraus besteht AGGREFILL®?
AGGREFILL® ist ein preiswerter Tiefenfüller. Bei tieferen Schlaglöchern füllt es den größten Teil des Lochvolumens auf, bevor die CHIPFILL®-Deckschicht aufgebracht wird. Der Hintergrund: CHIPFILL® lässt sich nur bis maximal 4,5 cm Stärke aufbringen – in höchstens drei Schichten zu je 1,5 cm. Tiefere Löcher werden daher zunächst mit AGGREFILL® verfüllt.
Woraus besteht AGGREFILL®?
AGGREFILL® besteht aus kleinen, mit Bitumen umhüllten Steinchen. Beim Verschweißen mit dem Gasbrenner wird das Bitumen angelöst; die Steinchen verkleben miteinander und bilden eine feste, tragfähige Masse.
Lieferform: AGGREFILL® wird im 20-kg-Sack geliefert und füllt ein Volumen von ca. 14.000 cm³ (14 Liter).
Worin liegt der Unterschied zwischen Kaltasphalt und CHIPFILL®?
Der Hauptunterschied liegt in zwei Punkten: im Material und im Verarbeitungsverfahren. Beide Aspekte entscheiden darüber, wie dauerhaft eine Reparatur ist.
Kaltasphalt – Material und Eigenschaften
Kaltasphalt ist eine Mischung aus Gestein und Bitumen mit chemischen Spezialstoffen, die eine kalte Verarbeitung ermöglichen. Üblich sind drei Gesteinskorngrößen:
- bis 3 mm (Kennung 0/3)
- bis 5 mm (Kennung 0/5)
- bis 8 mm (Kennung 0/8)
Daneben gibt es den reaktiven Kaltasphalt: Ein chemischer Zusatz (eine Art Harz) führt unter Zugabe von Wasser zu einer besonders starken Verfestigung. Das Material wird aus dem Eimer entnommen, in die vorbereitete Stelle eingefüllt und anschließend verdichtet.
CHIPFILL® – Material und Eigenschaften
CHIPFILL® besteht aus einer bewährten Thermoplastik aus dem Bereich der Straßenmarkierung. Da das Material beim Verschweißen verflüssigt wird, sind keine unterschiedlichen Körnungen nötig.
Kaltasphalt: Vor- und Nachteile
Vorteile
- Schnelle Verarbeitung
- Kostengünstig in der Anschaffung
- Je nach Produkt ist eine schnelle Verkehrsfreigabe möglich
Nachteile
- –Geht keine wasserdichte Verbindung mit den Flanken des Schlaglochs ein
- –Dadurch nicht wirklich frostfest, da Wasser eindringen kann
- –Wird in der Praxis oft nicht ausreichend verdichtet und daher schnell wieder ausgefahren
- –Lagerfähigkeit bei reaktivem Kaltasphalt nur ca. 6 Monate
- –Angebrochene Eimer härten bei unzureichendem Verschluss schnell aus
- –Versand von Einzelgebinden (Eimer 20–25 kg) ist im Verhältnis zum Warenwert teuer
CHIPFILL®: Vor- und Nachteile
Vorteile
- Schnelle Verarbeitung, besonders bei dünnen Reparaturflächen bis 1,5 cm
- Verschmilzt mit dem Bitumen des Asphalts und wird dadurch wasserundurchlässig
- Die Reparaturstelle ist frostfest und kann nicht mehr ausbrechen
- Vergleichbar mit der Verkehrsklasse P7 der Straßenmarkierung PREMARK® – sehr abrieb- und druckfest
- Teilentnahmen in Kleinstmengen möglich, ohne dass die Restmenge durch Luftkontakt unbrauchbar wird
- Ein Ausfahren der reparierten Stelle ist nahezu ausgeschlossen
- Sackt ein tiefes Loch mit CHIPFILL®/AGGREFILL®-Füllung später nach, lässt es sich jederzeit erneut auffüllen und verschweißen
- Hohe Temperaturbeständigkeit – CHIPFILL® wird bis nach Saudi-Arabien geliefert und ist auch unter Extremhitze beständig (die Aushärtung dauert dort allerdings länger)
Nachteile
- –Teurer als Kaltasphalt
- –Benötigt einen Gasbrenner und Propangas
- –Je nach Jahreszeit (besonders im Hochsommer) und Größe der Reparaturstelle kann das Auskühlen und damit die Verkehrsfreigabe länger dauern
Wie viel CHIPFILL® benötigt man bei welchen Reparaturen?
Die Standard-Verpackungseinheit ist ein 12-kg-Sack. Den Bedarf bestimmen Sie über das Volumen der Schadstelle – einfach Länge × Breite × Tiefe.
So berechnen Sie den Bedarf
- Schadstelle ausmessen: Länge × Breite × Tiefe (wir rechnen in cm, weil sich das Volumen in cm³ am einfachsten bestimmen lässt).
- Eine CHIPFILL®-Schicht darf maximal 1,5 cm stark sein. Bis zu drei Schichten ergeben eine Gesamtdicke von 4,5 cm.
- Faustwerte: 3 kg ≈ 2.000 cm³ (2 Liter) · 12 kg ≈ 8.000 cm³ (8 Liter).
| Schadstelle (L × B × T) | Volumen | Materialbedarf |
|---|---|---|
| Riss / kleine Ausbrüche | gering | teelöffelweise aus dem Gebinde |
| 30 × 30 × 2 cm | ca. 2.000 cm³ (2 L) | ca. 3 kg CHIPFILL® |
| 50 × 50 × 2 cm | ca. 5.000 cm³ (5 L) | ca. 8 kg CHIPFILL® |
| 100 × 80 × 1 cm | ca. 8.000 cm³ (8 L) | 12 kg CHIPFILL® (1 Sack) |
Teelöffelweise: ideal für die vorsorgliche Reparatur
Da CHIPFILL® als feine Späne geliefert wird, lässt es sich gerade bei kleinen Stellen und Rissen exakt portionieren – auch teelöffelweise. Das ist ideal für die vorsorgliche Reparatur: Erste Risse oder kleine Ausbrüche werden frostfest verschlossen, bevor sie sich vergrößern oder durch Frost aufbrechen. Anders als Flüssigbitumen, das oft bei Rissen verwendet wird, kann CHIPFILL® nicht vom Regenwasser ausgeschwemmt werden.
Wann und wie setzt man zusätzlich AGGREFILL® ein?
Das Reparatursystem aus CHIPFILL® und AGGREFILL® eignet sich für Schlaglöcher bis 6 cm Tiefe und bis zu 1 m² Fläche (100 × 100 cm). Bis ca. 2 cm Tiefe genügt CHIPFILL® allein. Da CHIPFILL® nur bis maximal 4,5 cm Gesamtdicke aufgebaut werden sollte, übernimmt bei tieferen Löchern AGGREFILL® die Verfüllung des Hauptvolumens.
AGGREFILL® ist im 20-kg-Standardsack erhältlich (Volumen ca. 14.000 cm³ = 14 Liter). Die Restfeuchte im Sack ist produktionsbedingt und kein Mangel – sie verdunstet beim Erhitzen.
Der bewährte Schichtaufbau – Schritt für Schritt
-
Untergrund vorbereiten & Basisschicht (ca. 0,5–1 cm)
Schlagloch reinigen und losen Asphalt entfernen. Eine dünne Schicht CHIPFILL® auf den Boden streuen und verschweißen. Das bindet losen Untergrund und schafft eine stabile Basisschicht.
-
AGGREFILL® einfüllen (ca. 3 cm)
AGGREFILL® in einer Schicht von maximal 3 cm einfüllen, festtreten bzw. verdichten und gut erhitzen – so lange, bis das Bitumen verschweißt und die Steinchen „auf Temperatur“ sind.
-
Lücken mit CHIPFILL® schließen (ca. 1 cm)
Zwischen den Steinen bleiben Lücken. CHIPFILL® ca. 1 cm dick aufstreuen – die feinen Späne rutschen zwischen die Steine. Anschließend stark erhitzen: Wenn der Gasdruck sichtbare Wellenbewegungen auf dem zähflüssigen CHIPFILL® erzeugt, sackt es zwischen die Steine und gibt dem Aufbau beim Erkalten zusätzliche Stabilität.
Diesen Schritt – bei Bedarf mit einer weiteren Lage AGGREFILL® – wiederholen, bis nur noch ca. 1,5–2 cm bis zur Fahrbahnoberfläche fehlen.
-
Deckschicht aufschweißen (ca. 1,5–2 cm)
Das verbleibende Volumen komplett als CHIPFILL®-Deckschicht verschweißen (maximal 1,5 cm pro Schicht). Diese Deckschicht versiegelt die Reparatur wasserdicht und frostfest.
Wie haltbar ist CHIPFILL®?
Lagerung
CHIPFILL® wird standardmäßig im 12-kg-Sack geliefert und ist frostsicher gelagert mindestens 12 Monate haltbar. Bei höheren Temperaturen oder während Transport und Lagerung können die Späne etwas verklumpen. Dank des Trennmittels zwischen den Spänen lassen sich solche Klumpen problemlos von Hand oder mit einem Hammer wieder zerbröseln.
Belastbarkeit und Verschleißfestigkeit
Die Belastbarkeit und Verschleißfestigkeit von CHIPFILL® lässt sich mit der Verkehrsklasse P7 vergleichen. Da CHIPFILL® nahezu aus derselben Thermoplastik wie die Straßenmarkierung PREMARK® hergestellt wird, kann die Zertifizierung von PREMARK® nach DIN und BASt (Bundesanstalt für Straßenwesen) als Vergleichsreferenz herangezogen werden.
Was bedeutet die Verkehrsklasse P7? P7 ist die höchste erreichbare Zertifizierung für Straßenmarkierungen. Die zugehörigen Prüfungen erfolgen nach DIN-Norm auf einer Rad-Prüf-Anlage (RPA), bei der dauerhafte Überrollungen durch LKW-Reifen simuliert werden.
| Radüberrollungen (RPA) | Verkehrsklasse |
|---|---|
| 0,1 Millionen | P2 |
| 0,5 Millionen | P4 |
| 1,0 Millionen | P5 |
| 2,0 Millionen | P6 |
| 4,0 Millionen | P7 – höchste Klasse |
Welche Kenntnisse braucht man, um CHIPFILL® zu verarbeiten?
CHIPFILL® ist – wie alle Asphalt- und Industriebodenreparatur-Lösungen der Framary GmbH – bewusst so konzipiert, dass es sich mit handwerklichen Grundfähigkeiten anwenden lässt. Spezielle Schulungen, Zulassungen oder Genehmigungen sind nicht erforderlich.
Wer mit den folgenden, alltäglichen Hilfsmitteln umgehen kann, kann auch eine Asphaltreparatur mit CHIPFILL® durchführen:
- Besen (zum Reinigen der Schadstelle)
- Schaufel (zum Einbringen des Materials)
- Gasbrenner mit Feuerzeug (zum Anzünden der Gasflamme)
Die wichtigste Grundlage ist – wie bei jedem Handwerk – der eigene Anspruch an ein sauberes, ordentliches Ergebnis. Mit etwas Sorgfalt gelingt die Reparatur auch ohne Vorerfahrung.
Welches Werkzeug benötigt man zur Verarbeitung von CHIPFILL®?
Für die Verarbeitung von CHIPFILL® brauchen Sie kein Spezialwerkzeug – sämtliche Ausrüstung erhalten Sie im Baumarkt.
Persönliche Schutzausrüstung
- Arbeitshandschuhe
- Lange Hose
- Festes Schuhwerk
Reinigung und Vorbereitung
- Besen
- Drahtbürste
- Schaufel und Kehrblech
- Eimer für losen Schmutz
Zur Verarbeitung
- Gasbrenner für 11- oder 33-kg-Flaschen, bestehend aus Brennerkopf (Fackel) und Gasregler
- Empfohlen: 11-kg-Propangasflasche
Wie verarbeitet man CHIPFILL®?
Die Verarbeitung von CHIPFILL® ist unkompliziert. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt die Reparatur zuverlässig.
-
Reparaturstelle vorbereiten
Sämtlichen Schmutz, Pflanzenbewuchs und losen, zerbröselten Asphalt entfernen. Sichtbare Verunreinigungen wie Öl beseitigen – chemisch-biologisch oder durch Abflämmen.
Hinweis: Beim Vorbereiten vergrößert sich die Schadstelle oft sichtbar. Planen Sie daher etwas mehr Material ein als bei der ersten Volumenbestimmung.
-
Reparaturstelle vorheizen
Vor dem Auftragen die Stelle vorheizen – so lange, bis der Asphalt leicht glänzt. In diesem Moment beginnt das Bitumen im Asphalt zu „schwitzen“ und sich zu verflüssigen. Der Asphalt wird weicher, nimmt dabei aber keinen Schaden.
-
CHIPFILL® einfüllen und andrücken
CHIPFILL® in die vorgeheizte Stelle einfüllen und andrücken. Dank der feinen Späne lässt es sich exakt portionieren – bei Rissen und kleinen Ausbrüchen auch teelöffelweise. So lassen sich Schäden vorsorglich verschließen, bevor größere Ausbrüche oder Schlaglöcher entstehen.
-
Mit dem Gasbrenner verschweißen
Eine CHIPFILL®-Schicht darf maximal 1,5 cm stark sein; bis zu drei Schichten ergeben maximal 4,5 cm Gesamtdicke. Halten Sie die Flamme an das CHIPFILL®. Über den Hebel am Brennergriff erhöhen Sie den Gasfluss – die Flamme wird blau und sehr heiß (der „Turbo“).
Halten Sie die Flamme zunächst ca. 20 cm über das Material und schwenken Sie sie hin und her. Die Hitze regulieren Sie über Abstand und Schwenken. Das CHIPFILL® verflüssigt sich, sackt etwas zusammen und verbindet sich an Rändern und Flanken mit dem Bitumen. Beim Einsatz mit AGGREFILL® läuft es in die Zwischenräume der Steine.
-
Weitere Schichten aufbauen
Bei Bedarf die nächste Schicht (max. 1,5 cm) aufschweißen – bis zu einer Gesamtstärke von maximal 4,5 cm.
Wie schnell härtet CHIPFILL® aus?
CHIPFILL® härtet schnell aus, sodass in der Regel eine zeitnahe Verkehrsfreigabe möglich ist. Wie schnell genau, hängt von mehreren Faktoren ab.
Im Normalfall: 30 bis 60 Minuten
Flache Stellen bis ca. 20 mm Tiefe sind bei normalen Temperaturen nach ca. 30 bis 60 Minuten voll belastbar. Ein Beispiel: Wird eine flache Stelle bei ca. 10 °C Boden- und Umgebungstemperatur repariert, gibt das Material die Hitze schnell ab und ist nach etwa 30 Minuten ausgehärtet. Schlimmstenfalls entsteht ein Reifenabdruck, der sich einfach wieder wegschmelzen lässt.
Wovon die Aushärtezeit abhängt
- Grundwärme des Bodens
- Lufttemperatur
- Intensität der Sonneneinstrahlung (Jahreszeit)
- Tiefe der Reparaturstelle
- Fläche der Reparaturstelle
Das Extrembeispiel aus der Praxis
Aus Projekterfahrung gehört zur Wahrheit auch ein „Aber“. Den Extremfall erlebten wir am Zentrallager eines namhaften Einzelhändlers: Vor den Warentoren hatten 40-Tonner-LKW Eindrücke von ca. 60 mm Tiefe und ca. 30 × 40 cm Fläche hinterlassen. Im Hochsommer lagen die Durchschnittstemperaturen tagelang bei 25–30 °C, nachts noch bei ca. 20 °C, bei dauerhafter direkter Sonneneinstrahlung. Der Asphalt war dadurch stark aufgeheizt, weich und kühlte selbst nachts kaum ab.
Die Löcher wurden mit der Kombination AGGREFILL® und CHIPFILL® verschweißt. Das Verschweißen erhitzte die Stelle auf über 200 °C. Selbst Kühlen mit Wasser half kaum, weil der Boden die Hitze bis in den Kern der Reparaturstelle speicherte. Es dauerte mindestens 48 Stunden, bis die Flächen wieder belastbar waren.
Welche Beratung und Service bietet die Framary GmbH?
Die Framary GmbH ist Großhändler von Geveko Markings. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung – auch in der praktischen Durchführung von Reparaturen – bieten wir Endanwendern, Wiederverkäufern und Dienstleistern einen umfangreichen Service.
Unsere Stärke ist unsere Ehrlichkeit. Wenn wir bei einer Reparatur Risiken für Sie sehen, benennen wir sie klar. Wir machen keinen Umsatz um jeden Preis – wir leben von zufriedenen Kunden.
Unser Service im Überblick
- Telefonische Beratung
- Unterstützung bei der Mengenkalkulation auf Basis unserer Erfahrung
- Kostenlose Schulungen bei größeren Projekten (in Zusammenarbeit mit Geveko Markings)
- Bedarfsermittlung anhand Ihrer Fotos und Abmessungen
- Nach Absprache Live-Unterstützung per WhatsApp – wenn nötig auch am Wochenende
Verfügbarkeit und Versand
- CHIPFILL® und AGGREFILL® sind als Lagerware vorrätig.
- Ab 33 Sack CHIPFILL® (halbe Palette) frachtfreie Lieferung direkt ex Dänemark nach Deutschland; dasselbe gilt für AGGREFILL® ab einer Palette (50 Sack).
- Kleinere Mengen (unter 33 Sack CHIPFILL®) liefern wir per Spedition ab unserem Lager oder per DPD.
- EU-Ausland und Schweiz: Frachtkosten, bei der Schweiz zzgl. Verzollung. Für größere Auslandssendungen liefern wir zur Kostenoptimierung über unseren Spediteur (Region Ludwigshafen).
Persönliche Beratung gewünscht?
Schicken Sie uns Fotos und Maße Ihrer Schadstellen – wir ermitteln Ihren Bedarf kostenlos und beraten Sie ehrlich.
E-Mail: info@framary.de
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